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Neue Pläne für geplantes Altenheim in Sürenheide

Erneut wurde über das geplante Altenheim an der Königsberger Straße in der Nähe der evangelischen Kirche diskutiert. Bereits 2019 wurden Pläne hierfür vorgestellt. Jetzt haben sich zwar einige Sachen geändert, problematisch bleibt das Vorhaben allerdings immer noch.

Was hat sich verändert?

Anstatt eines barrierefreien Apartmenthaus mit integrierter Tagespflege wird diese nun im Erdgeschoss des Gebäudes untergebracht. Des Weiteren sollen keine Wohnungen ausschließlich für betreutes Wohnen angeboten werden. Die geplanten Häuser mit Mietwohnungen sollen frei zu mieten sein. Jedem Bewohner steht es natürlich weiterhin frei, sich Dienstleistungen aus Hauswirtschaft und Pflege einzukaufen. Geändert hat sich auch die Struktur aus Betreiber und Träger des Komplexes. War es zuvor nur die Lindhorst-Gruppe mit verschiedenen Firmenteilen, wurde die Betreiberfirma Mediko inzwischen verkauft. Somit werden die Gebäude weiterhin von der Lindhorst-Gruppe gebaut und verbleiben auch in deren Besitz, betrieben werden diese allerdings von der Firma Mediko in neuem Eigentumsverhältnis.

Probleme bleiben bestehen

Trotz dieser zum Teil drastischen Veränderung ändert sich leider weiterhin nichts an den schon 2019 benannten Problemen der Einrichtung:

  • ungünstige Lage und schlechte Anbindungen
  • zu groß und damit nicht bedarfsgerecht oder zeitgemäß (entspricht nicht der Pflegebedarfsplanung des Kreises Gütersloh)
  • verhindert eine dezentrale und somit vielfältige Versorgung pflegebedürftiger Menschen in den Verler Ortsteilen
  • gefährdet bestehende Einrichtungen und wird damit zu einem Verdrängungswettbewerb führen
  • angebotene Pflegeplätze, vor allem für die „junge Pflege“, können nur überregional belegt werden

Welche Fragen stellen sich nun? 

Welche Motivation hat der neue Betreiber und was wird passieren, wenn das Altenheim als Anlageobjekt nicht die erwartete Rendite einbringt? Werden wir weitere Verkäufe oder Betreiberwechsel in den nächsten Jahren erleben und was bedeutet das für die Bewohner, die Pflegequalität und die Angestellten?

Ein Verfahren, wie wir es bei diesem Objekt erleben, ist kein Beispiel für Transparenz und vertrauenswürdiges Auftreten eines Investors. Es entsteht der Eindruck, hier wird nicht für die Qualität einer Pflegeeinrichtung gearbeitet, sondern ein möglichst renditestarkes Anlageobjekt geschaffen.

Pflege und Versorgung von Menschen in der Vordergrund!

Das Projekt des Altenpflegeheimes ist und bleibt undurchsichtig durch ein Geflecht aus Firmen und Beteiligungen. Darüber hinaus ist es immer noch vollkommen am örtlichen Bedarf vorbei geplant und greift nicht die in einer Studie erhobenen Wünsche älterer Menschen auf. 

Die Pflege eines geliebten Menschen sollte auf Vertrauen und nicht auf maximaler Rendite beruhen!

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