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Verler Schulen endlich digital aufstellen

Update vom 25.08.2020: Erfolg für Verls Schulen. Jeder Schüler soll ein iPad erhalten und auch für die Lehrkräfte sollen iPads angeschafft werden. Darüber hinaus soll die Stelle eines „digitalen Hausmeisters“, wie von uns gefordert, geschaffen werden. Wir werden die Umsetzung weiterhin begleiten und uns für beste Bildung in Verl einsetzen!


Nicht erst die Corona-Krise hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, eine digital top aufgestellte Schule zu haben. Um alle Schülerinnen und Schüler auf eine immer digitalere Arbeitswelt vorzubereiten und modernen Unterricht zu gestalten, müssen wir unsere Schulen digital aufrüsten.

Unsere Schulen sind nicht auf dem neuesten Stand

Leider sind unsere Schulen nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Einige wenige Klassen haben während des Lockdowns zwar Videokonferenzen abgehalten, jedoch gab es hier keine einheitliche Lösung. Die Grundschule Kaunitz arbeitet 5 Jahre nach der Einführung von Windows 10 immer noch mit Windows 7. Erst jetzt soll ein Upgrade durchgeführt werden, weil die Stadt lieber wartet, bis Fördermittel abrufbar sind. Es ist fahrlässig, vermeintliche Wirtschaftlichkeit über Bildung zu stellen, denn der Arbeitsmarkt erfordert digitale Kompetenzen. Darüber hinaus reichen gut 600 Tablets bei knapp 3000 Schülern nicht aus. Seit März begleitet uns Corona, fünf Monate später hat das Land immer noch keine Lösungen parat. Wir müssen das Heft selber in die Hand nehmen. Die Stadt sollte in Vorleistung gehen.

Wir wollen ein Konzept, das Tablets für alle Schüler sichert

Zur Grundausstattung eines digitalen Unterrichts gehören entsprechende Endgeräte. Wir haben im letzten Schulausschuss genau das für die weiterführenden Schulen beantragt. Jeder Schüler sollte ab der 5. Klasse ein eigenes Endgerät bekommen, das er nach Ende seiner Schulzeit behalten darf. Leider wurde dieser Antrag von den anderen Parteien im Ausschuss abgelehnt. Die Verwaltung hat zwar versprochen, dass digitale Endgeräte angeschafft werden, ein verbindliches Konzept fehlt jedoch bis heute. Es geht dabei einerseits um Chancengleichheit, sodass jeder unabhängig von den Eltern ein Endgerät hat, mit dem er die Schulaufgaben erledigen und an Videokonferenzen teilnehmen kann, andererseits hat das pragmatische Gründe. Es ist einfacher, entsprechenden Support und Apps bei gleichen Geräten anzubieten.  

Andere Städte machen vor, wie es geht

Viele von uns werden es den Nachrichten entnommen haben: Vlotho hat das Zepter selbst in die Hand genommen und allen Schülern und Lehrern Tablets zur Verfügung gestellt, und das, obwohl Vlotho finanziell schlechter als Verl dasteht. Anstatt auf Fördermittel zu warten, könnte man sicherlich lokale Unternehmen davon überzeugen, bei der Ausstattung mit digitalen Endgeräten zu unterstützen. Es kann nicht sein, dass eine so reiche Stadt wie Verl auf Fördermittel vom Land wartet und unsere Schulen dabei im Stich gelassen werden. 

Die Vision der Gesamtschule nutzen

Die Verler Gesamtschule möchte ab dem 1. September mit dem Lernmanagementsystem “itslearning” arbeiten. Diese Idee ist fortschrittlich und gut. Auch hier sollte in Absprache mit den anderen Schulen ein gemeinsames und einheitliches Ziel festgelegt werden. Jede Schule, besonders aber die weiterführenden, sollten in Zukunft mit solchen Lernmanagementsystemen arbeiten. Hier gilt wieder, dass wir die bestmögliche Unterstützung für erfolgreichen Unterricht bereitstellen müssen. Das bedeutet, dass wir SSO (single-sign-on; ein zentraler Account für viele Programme), also ein Identitätsmanagement, einführen wollen. Damit vereinfachen wir die Arbeit der Schulen immens.

Problem: Tech-Support

Im Schulausschuss wurde deutlich, dass die Schulen mit dem derzeitigen Support unzufrieden sind, da Bearbeitungszeiten zu lange dauern. Hier können wir gegensteuern, indem die Stadt eine Stelle schafft, die für die Verler Schulen verantwortlich ist. Der “digitale Hausmeister” beseitigt einfache technische Probleme kurzfristig und steht bei Fragen rund um Umsetzungsmöglichkeiten für alle Schulen zur Verfügung.

Wir dürfen nicht länger warten!

Die Situation um Corona ist ungewiss und wir wissen nicht, ob es im Herbst wieder heißt: “Homeschooling”. In jedem Fall dürfen wir nicht wieder unnötig Zeit verschwenden. Wir müssen unseren Schulen die Unterstützung geben, die sie verdienen. Ja, das kostet Geld, aber Investitionen in unsere Schüler sind Investitionen in Verls Zukunft.

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