Osterfeuer in Verl – Konflikt ums Brauchtum

Das alljährliche Osterfeuer ist ein Brauch, den auch die Verler SPD zu schätzen weiß. Aus einem Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen vom 30.03.2018 geht hervor, dass es im Vergleich zum Vorjahr fünf Anmeldungen mehr (insgesamt 77) für Osterfeuer gibt. Bürgermeister Michael Esken positionierte sich skeptisch und gab an, dass die Verwaltung darum gebeten habe, die Osterfeuer zu reduzieren. Er wies auch auf die Problematik zwischen Brauchtum und Umweltbelastung hin und erklärte, dass für 2019 eine Lösung gefunden werden müsse. Auch die Kontrollen der Osterfeuer werde man in den nächsten Tagen verstärkt durchführen. Andreas Westermeyer (CDU-Ratsmitglied) hingegen gab laut einem Bericht der NW vom 03.02.2018 an, dass die bisherigen Kontrollen ausreichen würden.

Genau diese Problematik hat die Verler SPD bereits mit einem Antrag zum Haushalt 2018 aufgegriffen (siehe Änderung der Mitteilung über das Abbrennen eines Gemeinschafts-Osterfeuers). Dieser sah eine Anmeldegebühr in Höhe von 50€ vor, was die Anzahl der kleinen eventuell unbeaufsichtigten Feuer reduzieren würde und somit auch das ordnungsgemäße Abbrennen der Osterfeuer sicherstellen würde. Darüber hinaus würde somit auch das verbotene Abbrennen von Gartenabfällen eingeschränkt werden.

Leider wurde der Antrag blockiert, da die anderen Parteien die Notwendigkeit für diesen nicht erkannt haben. Trotz alledem begrüßen die Sozialdemokraten die (verspätete) Auseinandersetzung der CDU Verl mit dieser Problematik und freuen sich darauf, weiterhin Lösungsansätze zu präsentieren. Dennoch ist es bedauerlich, dass man den Lösungsansatz nicht weiter diskutiert hat, als er schon vor 2 Monaten auf dem Tisch lag, da es sich hierbei um eine akute Problematik handelt.

 

Anhang

Anmeldegebühr fürs Osterfeuer soll Missbrauch verhindern – NW vom 30.01.2018

Osterfeuer in Verl sollen gebührenfrei bleiben – NW vom 03.02.2018

Ein Blick nach Gütersloh – NW vom 08.04.2017