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Verl, 17. August 2011

Verler SPD verabschiedet Dr. Adolf Großmann mit gemeinsamem Frühschoppen

Genossen danken Großmann für „unübertroffenes Engagement“
v.l.:Birgit Wollenberg, Lothar Kletzin, Klaus Brandner, Adolf Großmann, Udo Fuchs und Sigrid Brandner
Genossen danken Großmann für „unübertroffenes Engagement“

Verler SPD verabschiedet Dr. Adolf Großmann mit gemeinsamem Frühschoppen

Der Abschied von Dr. Adolf Großmann fällt der Verler SPD nicht leicht: Weil der 68-jährige Jurist und Ökonom ins Ruhrgebiet zurück gezogen ist, um das Leben in seiner alten Heimat zu genießen, veranstaltete der SPD-Ortsverein ihm zu Ehren einen Frühschoppen im Deutschen Haus. Viele Sozialdemokraten und Verler Bürger nutzen die Chance, um sich „für unübertroffenes Engagement für die Stadt Verl und unsere SPD“ persönlich zu bedanken, wie es der Verler SPD-Bundestagsabgeordneter Klaus Brandner in seiner Laudatio sagte.

Seit 1978 war Großmann Mitglied des Verler SPD-Ortsvereins – über eine Anstellung bei Bertelsmann kam er in die Region. „Seitdem hat sich Adolf an so vielen Stellen eingebracht, dass es den Rahmen sprengen würde, wenn wir sie heute alle aufführen“, sagte Verls SPD-Vorsitzender Lothar Kletzin. Stattdessen nannte Kletzin die wichtigsten Ämter und Funktionen, die Großmann für die SPD ausfüllte: Ortsvereinsvorsitzender, Ratsmitglied, Wahlkampfkoordinator, Kandidat für das Amt des Bürgermeisters und 20 Jahre lang Mitglied im Bau- und Planungsausschuss des Verler Rats.

Für „langjährige und zuverlässige Zusammenarbeit“ bedankte sich Brandner, der den politische Idealismus Großmanns lobte: „Adolf war es ein echtes Anliegen, für mehr soziale Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich einzustehen. Für diese Leitthemen der SPD hat er sich immer stark gemacht.“ Großmann sei nie ein „Parteisoldat“ gewesen, sondern habe sich stets „seinen kritischen, kreativen und eigenständigen Geist bewahrt“, lobte Brandner.

Stellvertretend für die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Verl bedankte sich der langjährige Fraktionsvorsitzende Udo Fuchs bei Großmann. Fuchs, der von Beginn an mit Großmann zusammen arbeitete, erinnerte daran, wie er diesen 1989 bei Kampwirth traf. „Adolf war gerade mit seiner Frau von einem vierjährigen Spanien-Aufenthalt zurückgekehrt. Trotzdem konnte ich beide schnell davon überzeugen, sich kommunalpolitisch für die SPD zu engagieren“, erzählte Fuchs. Und auch mit den „Verler Gesprächen“ habe Großmann eine inhaltlich wertvolle SPD-Gesprächsreihe für Verl angestoßen.

Großmann selbst bedankte sich sichtlich gerührt für die lobenden Worte und freute sich über die „vielen Menschen, die gekommen sind, um mich zu verabschieden.“ Damit der Abschied nicht so schwerfällt, plant die Verler SPD eine Ruhrgebietsradtour gemeinsam mit Großmann.

Nach Großmanns Verabschiedung nutzte der Verler SPD-Ortsverein seinen Frühschoppen zum inhaltlichen Austausch. Dabei sprachen die Sozialdemokraten auch über die aktuelle Schuldenkrise in einigen europäischen Ländern. „Die Europäische Union und der Euro werden vom Zickzack-Kurs der schwarz-gelben Bundesregierung unnötig in Gefahr gebracht“, betonte Brandner. Was die Bürger und Finanzmärkte forderten, sei jedoch Verlässlichkeit und politische Kontinuität. „Die SPD ist die politische Alternative, die in dieser Situation faire und verantwortungsvolle Politik mit Augenmaß bieten kann“, erklärte der Bundestagsabgeordnete, der dafür bei seinen Genossen viel Zuspruch fand.


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